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Technische Fachhochschule Berlin



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tfh-berlin -- forschungsassistent

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KONTEXT

Vortrag im Lecture-Programm der TRANSMEDIALE.05 im Haus der Kulturen der Welt

Eintrag im Netzkollektor des Fraunhofer Instituts für Medienkommunikation



PROJEKTBESCHREIBUNG

'eaSt - Elementares architektonisches Seh – Training'
Vorstellung eines Forschungsprojektes an der Technischen Fachhochschule Berlin.

Das Projekt 'eaSt' erarbeitet Module zur Steigerung der visuellen Wahrnehmung von Räumen (Proportion, Länge, Breite, Höhe, Licht, Farben, Oberflächen) mittels konzeptioneller Verwendung digitaler Medien (Photoshop, Indesign, Illustrator, Freehand, CAD-Software, 3D-Modelling-Software), einsetzbar in den Arbeitsfeldern Architektur und Interior Design als computer-supported cooperative learning (CSCL).

Die Module erweitern die 'klassischen Übungen' der Vorlesungen an der Technischen Fachhochschule Berlin im Grundstudium des Fachbereichs Architektur um multimediale 3D-Komponenten und um eine zeitgenössische Architekturauswahl.

Zu jedem Element der Gestalt- bzw. Entwurfsgrundlagen werden Studentenarbeiten ausgewählt, analysiert und in digitalisierfähige Einzelschritte (Grafiken, Animationen, kurze Videosequenzen, Simulationen und Begleittexte) zerlegt.

Das System besitzt eine Navigation, die es dem Nutzer ermöglicht, innerhalb eines Moduls exemplarisch 'seinen Raum' durch das Ändern von Parametern (z.B. Höhe, Breite, Eckenform, Licht, etc.) zu erstellen. So sieht der Nutzer direkt am Bildschirm, wie sich der Raum verwandelt, und erlebt dabei gleichzeitig, wie sich seine Wahrnehmung dieses Raumes ändert. Außerdem werden ausgewählte Studentenarbeiten als Beispielbilder angeboten.

Auch ohne jegliche 3D-Programmkenntnisse wird der Nutzer befähigt sich „seinen“ Raum mit einer Vielzahl an Auswahlmöglichkeiten 'zusammenzustellen'.

Durch die Änderung der 'vordefinierten Auswahl' (siehe Systemzeichnung) ändern sich automatisch die 'dreidimensionale Darstellung' und die entsprechende Auswahl der „Beispielbilder“. Auf diese Weise lernt der Nutzer, dass sogar minimale Veränderungen der gestaltprägenden Elemente die Wahrnehmung des ganzen Raumes beeinflussen. Auf die persönliche Auswahl abgestimmt stehen zur Illustration und zur Anregung weiterbearbeitete studentische Architekturentwürfe zur Verfügung.

Das Ziel ist es, den Studenten durch einen 'spielerischer Umgang' mit den wesentlichen Gestaltementen (Formen, Raum, Grundsätze, etc.) eine Basis für den Entwurfsprozess zu vermitteln, die Wahrnehmung zu trainieren und Neue Medien einzuführen.

Technisch wird das System mit Macromedia Flash / Actionscript in Verbindung mit XML umgesetzt. Vorteil dieser Software- bzw. Programmier-Kombination ist ein plattformübergreifendes System, welches von den Softwaredesignern mittels eines „Content Management Systems“ (PHP, MySQL) sehr einfach administrierbar sein soll. Das System reagiert automatisch auf die Inhalte und passt sich entsprechend selbstständig an, somit sind keinerlei Programmierkenntnisse (Flash / XML) zur späteren Verwaltung und Pflege notwendig. Der Nutzer erhält eine CD-ROM, auf der sich ein vollständig lauffähiges und selbststartendes System befindet, welches nahezu selbsterklärend und ohne komplexe Programmkenntnisse ausführbar ist.

Probeläufe durch das kooperierende Unternehmen (Dreispringer Mediengestalter) und gleichzeitig workshopartige Tests durch das Seminar Grundlagen Entwurf (Grundstudium, TFH-intern) sind im Sommersemester 2005 geplant.